Sonderstatus SFRJ? Über Chancen zur Erschließung schöngeistiger Literatur aus dem sozialistischen Jugoslawien in der DDR

Der Text befasst sich mit Übersetzung und Rezeption von schöngeistiger Literatur aus der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Nachgegangen wird der Frage, inwieweit die politischen Differenzen zwischen der DDR und der SFRJ bzw. der politische Sonderweg Jugoslawiens nach 1948 die kulturpolitischen Weichenstellungen in der DDR beeinflusst und damit letztlich auch auf das Übersetzungsgeschehen gewirkt haben. Zur Exemplifizierung der Erschließungsbemühungen der jugoslawischen literarischen Landschaften wird der Schwerpunkt der Untersuchung auf drei Aspekte bzw. Linien des Übersetzungs- und Rezeptionsprozesses gelegt: die übersetzte Literatur über den Zweiten Weltkrieg und antifaschistischen Widerstand, die herausgegebenen Prosaanthologien und deren Gewichtung sowie ein Einzelphänomen mit komplizierter Ausgangsposition und glücklichem Ausgang. Punktuell wird ein vergleichender Blick auf übersetzte literarische Texte in der alten Bundesrepublik gewagt. Wenigstens kurz werden mit Barbara Antkowiak und Werner Creutziger zwei äußerst verdienstvolle Akteure im Feld der Übersetzung gewürdigt, deren kulturelle Vermittlungsleistung noch einer ausführlichen Betrachtung bedarf. Der Text schließt mit einem Plädoyer für eine vergleichende Studie zur Präsenz von Literatur aus dem sozialistischen Jugoslawien auf dem ost- wie westdeutschen Buchmarkt bis 1989/90.

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