Von der Pflicht des Nachdrucks in der DDR am Beispiel des Goldenen Fonds der Kinderliteratur

Ende der 1950er, Anfang der 60er Jahre begann in der DDR die Arbeit an den Goldenen Fonds der Literatur. Diese stellten ein Grundsortiment, eine Auflistung mit den empfohlenen Titeln dar, welche, nach bestimmten Kriterien sorgfältig durch zahlreiche Institutionen ausgewählt, stets für den Nachdruck zu berücksichtigen waren. Dabei enthielten diese Listen nicht nur deutschsprachige Literatur u. a. von Gegenwartsautoren, sondern auch Übersetzungen. Worum es sich bei dem Konzept des Goldenen Fonds handelt und wie dieses die Buchproduktion in der DDR beeinflusste, wird in diesem Beitrag anhand des Goldenen Fonds der Kinderliteratur veranschaulicht. Hierbei beziehe ich mich hauptsächlich auf die Übersetzungen sowjetischer Kinder- und Jugendliteratur des Kinderbuchverlags in der DDR (1949-1989), eines der Hauptmitwirkenden an dem Konzept und einer der führenden Verlage der Kinderbuchproduktion. Die Analyse des Goldenen Fonds der Kinderliteratur hilft dabei besser zu verstehen, welche sowjetischen Kinderbücher die Kinder mit der Sowjetunion und ihrer Kultur bekanntmachen sollten sowie welche übersetzten Kinderbücher maßstabsetzend für die Entwicklung der sozialistischen Kinderliteratur in der DDR waren und welche Rolle das Konzept eines Goldenen Fonds in der Geschichte des Übersetzens spielte.

Cite

Citation style:
Could not load citation form.

Access Statistic

Total:
Downloads:
Abtractviews:
Last 12 Month:
Downloads:
Abtractviews:

Rights

Use and reproduction: