Zwischen psychologischer Agitation und kultischer Verehrung: Viktor B. Koreckij, Vojn Krasnoj Armii, spasi! : Anmerkungen zur Semiotik eines Plakats im Zweiten Weltkrieg
Der Aufsatz untersucht die Rolle der sowjetischen Plakatagitation und -propaganda im Kontext des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941. Dieses Datum leitet einen Paradigmenwechsel in der Plakatgestaltung und -wirkung ein. Die Plakate, die zuvor vor allem ideologische Botschaften transportierten, mussten nun eine mobilisierende Funktion übernehmen, um die Bevölkerung zur Verteidigung gegen einen realen Feind zu mobilisieren. Der Autor stützt sich auf historische Quellen und semiotische Analysen, um die Veränderungen in der Plakatkommunikation zu beleuchten. Ein zentrales Beispiel ist das Plakat „Vojn Krasnoj Armii, spasil“ von Viktor Koreckij, das als repräsentatives Werk für den thematischen und stilistischen Wandel dient.
This essay examines the role of Soviet poster propaganda in the context of the German Wehrmacht's invasion of the Soviet Union on 22 June 1941. This date marks a paradigm shift in poster design and impact. Posters, which had previously conveyed primarily ideological messages, now had to take on a mobilising function in order to rally the population to defend themselves against a real enemy. The author draws on historical sources and semiotic analyses to shed light on the changes in poster communication. A key example is the poster ‘Vojn Krasnoj Armii, spasil’ by Viktor Koreckij, which serves as a representative work for the thematic and stylistic change.
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