Truth-Telling in Putin’s Russia : Kirill Medvedev and the Post-Conceptualist Generation

Kirill Medvedev, eine der unumgänglichsten, aber auch bemerkenswert stillen Stimmen in der russischen Poesie, reflektiert die Ängste einer Generation, die nach den 1990er Jahren aufwuchs. Sie sah sich konfrontiert mit Putins „Machtvertikale“ und einem kulturellen Milieu, das von Konzeptualismus, Neoliberalismus, Punkrock und dem Aufstieg des orthodoxen Messianismus geprägt ist. Medvedevs Werk, insbesondere in seinem Essay „Мой Фашизм“ (Mein Faschismus) von 2004, veranschaulicht eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der postmodernen Bedingung, wie sie Frederic Jameson beschreibt: die Herausforderung, die Gegenwart historisch zu begreifen in einer Zeit, die das historische Denken verlernt hat. Medvedevs Rückzug aus dem literarischen Leben und die Aufgabe des Urheberrechts 2004 unterstreichen seine ästhetischen Überzeugungen und stellen ihn als Performance-Künstler dar, der die Rolle des Dichters in der modernen Welt und den angemessenen Umgang mit dieser Modernität – ästhetisch, ethisch, politisch – hinterfragt.

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