Georgian (Her)stories : Ein Interview mit Tamta Melaschwili

Es ist der erste frühlingshafte Tag in Tbilisi. Die Sonne scheint, die Stimmung ist ausgelassen, die Stadt voller Blumen – in Form von Bouquets, die Babuschkas auf der Straße verkaufen. Es ist der 8. März, internationaler Frauentag – heute schenken die Männer den Frauen Blumen, und beglückwünschen sie, Frauen zu sein. Über die tägliche Gewalt und Unterdrückung der Frau will hier keiner so richtig reden, das sind private Angelegenheiten, die hinter verschlossenen Türen stattfinden. Und doch verkündete der Patriarch der georgisch-orthodoxen Kirche offiziell, es sei die Aufgabe der georgischen Frauen, den Männern die Füße zu waschen, wenn diese von der Arbeit nach Hause kommen. Feminismus wird hier von Seiten der Konservativen als westliche Verschwörung oder Krankheit gesehen. Immer wieder gibt es gewalttätige Ausschreitungen und Bedrohungen gegen AktivistInnen, auf einem Protestmarsch gegen Homophobie wurden die Demonstrierenden von orthodoxen Extremisten und Priestern angegriffen.

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